SHIPS - SHore Independent Precise Squat Observation

PROJEKT

Überblick

Die Änderung von Tiefgang und Trimm eines fahrenden Schiffes durch hydrodynamische Einflüsse ist in der Seefahrt seit langem als Squat bekannt. Mit numerischen Methoden kann heute der Squat in einzelnen konkreten Fällen berechnet werden. Allerdings weisen die Ergebnisse empirischer Formeln und analytischer Näherungen z. T. große Differenzen auf. Zur Bestätigung sowohl bisheriger als auch neuer Berechnungsverfahren ist daher ein Vergleich mit der Realität unabdingbar. Experimentelle Squat-Bestimmungen gerade im Flachwasserbereich von Tidengewässern wie z. B. der Unterweser liegen jedoch noch nicht in großer Zahl vor. Dabei wirkt sich nachteilig aus, dass die angewendeten Untersuchungsmethoden sehr zeit- und arbeitsintensiv sind, da zur Bestimmung des Wasserstandes am Schiff die Auswertung analoger Pegeldaten notwendig ist. Zusätzlich sind die räumlich-zeitlichen Interpolationen dieser Daten mit nicht zu vernachlässigenden Ungenauigkeiten behaftet, da wasserstandsbeeinflussende statische und dynamische Faktoren wie z. B. Gewässertopographie und Wind kaum berücksichtigt werden können. Im Rahmen einer Kooperation des Instituts für Mess- und Auswertetechnik (IMA) des Fachbereichs Geoinformation mit dem Institut für Maritime Studien (IMS) des Fachbereichs Seefahrt der Fachhochschule Oldenburg, Ostfriesland, Wilhelmshaven (FH OOW) wird unter praxisgerechten Bedingungen ein Verfahren untersucht, mit dem der Squat eines Seeschiffes einfach und genau bestimmt werden kann. Dazu werden die Höhenlage und der Trimm eines Seeschiffes mit Hilfe dreier an Bord installierter GPS-Empfänger bestimmt. Der Wasserstand am Seeschiff wird mit Hilfe von GPS-Messungen auf einem kleineren Begleitboot direkt berechnet, dessen Squat in Voruntersuchungen bereits bestimmt wurde. Zusätzliche Echolot-Messungen ermöglichen den Vergleich von Tiefgangsänderungen und Wassertiefe.

Schematische Darstellung der SHIPS-Methode
Abb.1: Schematische Darstellung der SHIPS-Methode.
Weser
Abb.2: Messfahrt auf der Weser am 01.05.2002.
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